Satelliten

„Vier Jahreszeiten“

„Wenn ich vor einem Rembrandt stehe, fühle ich mich zu Hause.“

In der Vielfalt der zeitgenössischen Kunstpositionen ist eine klare Bekennung zur Tradition eine Seltenheit. Doch Maugosia Sycz bleibt seit 40 Jahren unbeeindruckt von Tendenzen des künstlerischen Mainstreams wie Minimalismus, Dekonstruktion, Reduktion oder der bewussten Negation der Wirklichkeit. Ihre Kreativität wird von der Wirklichkeit regelrecht genährt, sie schöpft aus der Natur, aus der Landschaft. Diese emotionale, bejahende Einstellung zum Realismus – auch wenn sie ab und ab abstrahierende Wege geht – liegt jedem ihrer Werke zugrunde. Jedes Gemälde ist auch ein Zeugnis ihrer Begeisterung für das subtile Spiel des Lichts, das sich im zuverlässigen Rhythmus des Jahreszeitenwechsels immer wieder verändert und die Malerin immer aufs Neue inspiriert. Das Licht ist letztlich der Schlüssel zur Bilderwelt von Maugosia Sycz.

Fotos: Axel Lange und Miejski Dom Kultury w Zgorzelcu