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Tomasz Domański

biogramm

Tomasz Domański

  • geb. 1962 in Giżycko
  • Diplom 1993 an der Kunstakademie in Wrocław im Bildhaueratelier von Prof. Leon Podsiadły, Lehrstuhl für Bildhauerei an der Fakultät für Malerei und Bildhauerei
  • 2003 Promotion an der Kunstakademie in Wrocław im Bereich ephemerer Skulptur
  • künstlerisch aktiv in den Bereichen: Bildhauerei, Installation, Performance, Video
  • lebt und arbeitet in Komorowice (Wieżogród = Turmgarten) und in Wrocław
  • Teilnahme SATELLITEN 2021 und 2022

Als vielseitiger Künstler arbeitet Tomasz Domański in den Bereichen Skulptur, Objektkunst, Installation, Zeichnung, Video, Fotografie und Performance. Seine Werke werden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich (Land Art) an unterschiedlichen Orten in der ganzen Welt ausgestellt. Verbunden mit der Natur arbeitet er oft mit natürlichen Materialien wie Wasser, Eis, Wachs, Feuer, Stroh, Holz, Asche, Metall. Er erstellt Filme oder Animationen als integrale Bestandteile vieler Realisierungen. In seinen Arbeiten berührt er vor allem die Themen Dauerhaftigkeit, Vergänglichkeit, Nachhaltigkeit, Zyklizität, Beziehungen zwischen menschlicher Existenz und der Natur und analysiert die Prozesshaftigkeit von Naturphänomenen.

Tomasz Domański erforscht die Eigenschaften verschiedener Materialien, beschäftigt sich mit Recycling und gibt dem Material einen hohen Rang in der Hierarchie der einzelnen Elemente des Werkes. Dabei greift er auch auf fernöstliche philosophische Konzepte zurück, die er 1995-96 im Rahmen eines Stipendiums der Banaras Hindu University in Varanasi näher kennenlernte. Der Künstler war auch mehrmals Stipendiat zahlreicher renommierter Stiftungen und Institutionen, u.a. des Polnischen Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe, der Pollock-Krasner Foundation (USA), der Montag Stiftung (Deutschland), der Joseph Beuys Stiftung (Schweiz), der Stiftung Industriedenkmal (Deutschland).

Ausstellungen

Domańskis Arbeiten wurden in Polen, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Irland, Norwegen, Schweden, USA, Kanada, Alaska, Hongkong und Korea in fünfzig Einzel- und über hundertfünfzig Gruppenausstellungen präsentiert. Seine Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen von Fundacion Gruber Jez (Merida-Cholul, Mexiko), Nature Art Museum (Kongju, Südkorea), Kronan Sculpture Park (Luleå, Schweden) und in Polen in den Sammlungen des Muzeum Narodowe in Wrocław (Nationalmuseum Breslau), Muzeum Współczesne in Wrocław (Zeitgenössisches Museum Breslau), der Dolnośląskie Towarzystwo Zachęty Sztuk Pięknych (Niederschlesische Gesellschaft zur Förderung der bildenden Künste) in Wrocław oder im Centrum Rzeźby Polskiej (Zentrum der polnischen Skulptur) in Orońsko, wo er 2000-2004 auch Mitglied des Programmbeirats war.

Wieżogród / TowerTopia fot. Tomasz Domański

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2020 Pomniki Czasu – Monuments of Time / Retrospektywa, Centrum Rzeźby Polskiej – Muzeum Rzeźby Współczesnej (Zentrum der polnischen Skulptur – Museum der zeitgenössischen Skulptur) in Orońsko
  • 2019 Pomniki Czasu – Monuments of Time / Retrospektywa, Centrum Nauki i Sztuki – Muzeum Przemysłu i Techniki – Stara Kopalnia (Bildungs- und Kunstzentrum – Industrie- und Technikmuseum – Alte Grube) in Wałbrzych (Waldenburg)
  • 2016 Sen Jakuba (Jakobs Traum), im Programm der Kulturhauptstadt Europas Wrocław 2016; Installation im öffentlichem Raum der Stadt Wrocław
  • 2016 Französischer Garten, Galerie Brüderstraße, Görlitz, und Turm im Rahmen von Görlitzer ART, der Kunstausstellung im öffentlichen Raum der Stadt Görlitz

  • 2014 Kwadratowa kopuła (Quadratische Kuppel), Kulturhauptstadt Europas Umea 2014, Schweden; Objekt aus der Serie Pomniki Czasu – Monuments of Time aus Eis und Stahl
  • 2011 Wiek średni (The Middle Age)‒ Wro Art Center, Wrocław; multimediale Ausstellung
  • 2008 Recycling Program, Awangarda BWA, Wrocław; Objekte, Bilder, Collagen und Filme, minimalistische skulpturale Arbeiten aus elementaren Stoffen
  • 2003 Rzeźba efemeryczna ‒ Monument relatywny (Ephemere Skulptur – relatives Monument), Promotionsausstellung, Muzeum Architektury (Architekturmuseum) Wrocław
  • 1999 Akropolis, Muzeum Narodowe (Nationalmuseum) in Wrocław, Installation in Form eines antiken Tempels, der mit der Zeit zum industriellen Ort des 21. Jahrhunderts wird

Künstler und sein Ort