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Reiner Maria Matysik

biogram

Reiner Maria Matysik

  • geb. 1967 in Duisburg
  • bildender Künstler, aktiv in den Bereichen: Bildhauerei, Installation, Zeichnung, künstlerische Fotografie und Videokunst
  • studierte von 1993 bis 1999 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und an den Ateliers Arnhem, 2000 wurde er Meisterschüler bei Prof. Raimund Kummer
  • 2004 leitete er das künstlerische Entwicklungsprojekt Institut für biologische Plastik an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
  • bis 2014 künstlerischer Mitarbeiter am Institut für architekturbezogene Kunst, Fakultät Architektur der Technischen Universität Braunschweig.
  • seit 2016 Professor für dreidimensionales Gestalten / Material, Form, Objekt an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Seine Arbeiten waren in zahlreichen Institutionen zu sehen, u. a. in dem Gerhard-Marcks-Haus Bremen, dem Centre-PasquArt in Biel, Laboratoria Moskau, dem Georg-Kolbe-Museum Berlin, der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, dem Kunstverein Hannover, dem Martin-Gropius-Bau Berlin und der Kunsthalle Bern
  • Stipendien von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Stiftung Kunstfonds, der KfW-Bank sowie dem Berliner Senat.
    lebt in Berlin und seit 2018 in Grabiszyce Górne zusammen mit seiner Frau Daria Wartalska
  • Im Netz: https://reinermatysik.de (Deutsch, Englisch)
  • Teilnahme an SATELLITEN 2022

Matysiks künstlerisches Konzept beruht auf der Annahme, das Leben sei verbesserungsbedürftig und durch aktive konstruktive Evolution optimierbar. Unter Verwendung diverser Materialien erstellt er Modelle möglicher zukünftiger Organismen, die Prototypmodelle postevolutionärer Lebensformen, untersucht und kreiert deren Lebensräume. Durch ihren Charakter als Modelle stehen sie zwischen gedanklicher Konzeption und praktischer Umsetzung. Mit ihnen hat Matysik eine neue Gattung begründet, seine räumlichen Gebilde sind mehr als Skulptur. Als hybride Organismen entstehen sie sowohl in der Auseinandersetzung mit den Klassifikationssystemen Carl von Linnés als auch durch Gespräche mit Wissenschaftlern aus dem Bereich der molekularbiologischen Forschung.
Matysiks biomorphe Prototypmodelle sind eingebettet in einen komplex ausgearbeiteten Kosmos; aus Gedanken zu Möglichkeiten des Organischen und Gesellschaftlichen werden auch Texte, Grafiken und Manifeste. 2003 gründete Matysik an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig das Institut für biologische Plastik (ibiop) für den Dialog zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und bildnerischem Denken. Die Wechselwirkung zwischen der Wissenschaft der Zukunftsformen und Kunst durchdringt sein künstlerisches Schaffen und auch seine intensive Lehrtätigkeit.

Ausstellungen

Einzelausstellungen

  • 2020 komm. nimm mich, Kunsthalle Wilhelmshaven
  • 2019 worlds within worlds, Galerie Weisser Elefant, Berlin
  • 2018 seestück mit gebilden, Museum und Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd
  • 2015 les fleures sont mal, Kunstachse NRW: Reiner Maria Matysik, Galerie Hagenring, Hagen-Eilpe
  • 2015 antibiologie, Kunstverein Brühl, Brühl
  • 2011 jenseits des menschen, Berliner Medizinhistorisches Museum in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin
  • 2010 arbeitstitel: utopie, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken
  • 2008 biofakte, Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn
  • 2006 bethanien für alle, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
  • 2004 phylogenetisches driften, Galerie k+s, Projektraum Schloss Solitude, Berlin
  • 2000 zukünftige lebensformen, Städtische Galerie Delmenhorst, Delmenhorst

Gruppenausstellungen (Auswahl der letzten Jahre)

  • 2022 Festival Zukunftsvisionen, Görlitz
  • 2020 Supernatural. Skulpturale Visionen des Körperlichen, Kunsthalle Tübingen
  • 2019 In Medias Res, Kunstverein Arnsberg
  • 2019 Ich bin ganz von Glas, Industriemuseum Chemnitz
  • 2019 Through a Forest Wilderness, Kunsthalle Wilhelmshaven
  • 2018 Through a Forest Wilderness, internationale Fluxus-Ausstellung, Nikolskoer Landpartie, Berlin
  • 2017 immaterial, Kunstverein Bochum, Bochum
  • 2016 Emscherkunst, Phoenixsee Dortmund, Dortmund
  • 2015 Wahlverwandtschaften, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg
  • 2014 Nach der Natur, Gerhard-Marcks-Haus, Bremen
  • 2013 Emscherkunst, fluss wird wolke
  • 2013 sub|kutan, Haus am Kleistpark, Berlin
  • 2012 the worldly house, DOCUMENTA (13), Kassel
  • 2012 european sculpture – methods, materials, poetry, Edsvik Konsthall, Stockholm
  • 2010 (Re)designing nature, Aktuelle Positionen der Naturgestaltung in Kunst und Landschaftsarchitektur, Künstlerhaus Wien
  • 2009 Genipulation, Centre Pasquart, Biel

Künstler und Ort